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MEINE STORY

Finanzielle Bildung mit Umwegen

Ich stand tränenüberströmt am Bahnhof

und musste mich von meiner Mutter auf unbestimmte Zeit verabschieden. Es war der traurigste und verzweifelteste Tag in meinem Leben. Ich war 11 Jahre alt und hatte jahrelang darauf gewartet, wieder mit meinen Eltern zusammen zu sein. Endlich hatte es geklappt. Meine Großeltern meldeten mich von meiner Schule ab, ich packte meine Sachen und fuhr mit meinem Opa nach Moskau, um meine Mutter auf der deutschen Botschaft zu treffen. Dort sollte mir ein Visum ausgestellt werden, damit ich dann endlich zu meinen Eltern nach Leipzig ziehen konnte. Doch beim Antrag fehlte ein Dokument, von dem meine Mutter nichts wusste und das Visum wurde mir verweigert.

Ich durfte nicht nach Deutschland einreisen und musste wieder zurück in die kleine Stadt Orlow, zu meinen Großeltern und in die Schule, von der ich mich kurz zuvor für immer verabschiedet hatte.

Ich hatte im Alter von 11 Jahren schon viel erlebt, aber diese Enttäuschung überstieg im Moment meine Kräfte.

Ich bin russischer Herkunft, durch den Beruf meines Vaters, einem Flugzeugtechniker, zogen wir mehrfach um. Ich besuchte Kindergärten und Schulen in verschiedenen Ländern (der ehemaligen Tschechoslowakei, Deutschland und Russland).

Meine Eltern waren auf Militärkasernen stationiert. Für mich wünschten sie sich aber ein normales Umfeld. Daher schickten sie mich 1991 zu meinen Großeltern nach Russland, sie selbst wollten ein Jahr später nachkommen. Aber es kam alles anders. In den 90er Jahren herrschte in Russland durch den Zerfall der Sowjetunion das absolute Chaos. Nach dem einen Jahr konnten sich meine Eltern entweder nach Murmansk (Sibirien) versetzen lassen oder in Deutschland bleiben. Sie entschieden sich für Deutschland und planten mich sobald wie möglich nachzuholen.
Bis wir jedoch als Familie wieder zusammenleben konnten, vergingen Jahre der Ungewissheit. Zu dieser Zeit gab es weder Skype noch Billigflüge. Wir telefonierten ein bis zweimal im Monat und trafen einander zweimal im Jahr. Ich vermisste meine Eltern furchtbar.

Erst im März 1996, fünf Jahre nach unserer Trennung und 7 Monate nach dem missglückten Visumsantrag, wurde meiner Mutter das fehlende Dokument ausgestellt und ich durfte endlich wieder bei meinen Eltern leben.

In diesen frühen Kinderjahren

wurden bei mir die Grundlagen zur Ausdauer und Selbständigkeit gelegt. Durch unsere vielen Umzüge und meine Grundschulzeit in Russland lernte ich nicht nur verschiedene Sprachen, ich musste gleich schulische Leistungen erbringen und Prüfungen in diesen Sprachen ablegen.

Meine größte Herausforderung war die 6. Schulstufe nach dem Umzug von Russland nach Leipzig. Meine Deutschkenntnisse beliefen sich beim Schuleinstieg auf zwei Sätze: „Ich heiße Jana“ und „Ich spreche kein Deutsch“.
So begann ich das Entscheidungsjahr zur Qualifikation für das Gymnasium. Ich stand unter extremem Druck und wusste nicht, wie ich das schaffen sollte. Als gute Schülerin in Russland konnte und wollte ich unter absolut keinen Umständen in Deutschland auf der Hauptschule landen.

Meine Eltern sprachen selbst nur gebrochen Deutsch und arbeiteten hart, um Geld zu verdienen. Meine Mutter war Lagerarbeiterin bei Quelle. Mein Vater, dessen russische Diplome in Deutschland nicht anerkannt wurden, hatte zwei Jobs. Er arbeitete auf einer Baustelle und als Hausmeister. Geld für Nachhilfe gab es nicht.

Verzweifelt suchte ich nach einer Lösung. Dann erinnerte ich mich an meinen Schuleinstieg in Russland im März 1991, als das Schuljahr schon fast zu Ende war. Damals konnte ich in der ersten Klasse nicht so gut rechnen wie meine Mitschüler, weil sie vom Stoff viel weiter waren, als wir damals in der ersten Klasse in Deutschland, wo ich eingeschult wurde. Dank Disziplin und eisernem Willen schaffte ich die Schulstufe trotzdem.
Also fasste ich einen Entschluss: „Ich werde Tag und Nacht lernen. Koste es was es wolle, ich werde am Ende der 6. Klasse aufs Gymnasium kommen.”

Das 6. Schuljahr war das härteste Jahr

meines Schullebens. Um Prüfungen zu bestehen, lernte ich einfach alles auswendig. Zusätzlich unterstütze mich meine Mutter, indem sie jeden Morgen im Deutsch/Russisch Wörterbuch Wörter ankreuzte, die ich bis zum Abend lernte. Nach einem Jahr konnte ich das ganze Wörterbuch auswendig. Ich wollte aber auch die Aussprache richtig lernen und half mir damit deutsche Talkshows wie Bärbel Schäfer oder Hans Meiser im Fernsehen anzusehen.
Mein Fleiß zahlte sich aus und ich bewältigte das Unmögliche:
Am Ende der 6. Klasse stieg ich nicht nur ins Gymnasium auf, ich war sogar zur Vorzugsschülerin geworden.

Meine Gymnasiumszeit verlief nach dieser Zerreißprobe um einiges einfacher. Die Schule und das Lernen fielen mir leicht, mein Deutsch verbesserte sich fortlaufend, genau wie meine Aussprache. Da wir nie viel Geld hatten, verdiente ich mir mit 13 Jahren mein Taschengeld, indem ich für eine alte Dame einkaufen ging, an Wochenenden und in den Ferien als Zimmermädchen einem Hotel arbeitete (das Putzen der Zimmer im Eiltempo war ein Knochenjob) und später als Teilzeitverkäuferin bei Mustang Jeans bei Karstadt.
Durch unseren ständigen Geldmangel und durch die Armut, die Russland in den 90er Jahren prägte, stand für mich schon früh fest, dass ich studieren und Karriere machen wollte.

Ich hatte sehr jung gelernt, wie hart es ist,
mit einfachen Jobs über die Runden kommen zu müssen.

Jana Misar

Ich aber wollte in Überfluss und Fülle leben.

Dafür brauchte ich aber die entspechende Ausbildung.
2003 fing ich an BWL und VWL zu studieren und die Welt zu bereisen. Ich lebte 6 Monate in Sevilla, Spanien und studierte 2006 ein Semester an der Macquarie University in Sydney, Australien.
2007 entdeckte ich durch ein Praktikum im Investment Banking in London meine Leidenschaft für die Börse und startete nach dem Studium bei der UniCredit Bank AG in der Abteilung Debt Capital Markets. Ich platzierte für multinationale Konzerne wie Axel Springer, CEZ, Porsche und GEA Unternehmensanleihen, Schuldscheindarlehen und Privatplatzierungen am Kapitalmarkt. Die Höhe der Anleihen begann bei € 500 Mio. Es versteht sich von selbst, dass Unternehmensanleihen auch mein erstes eigenes Investment waren, bevor ich Aktien und Optionen für mich entdeckte.

Ich hatte Spaß an der Arbeit und vor, bis zur Rente in diesem Job zu bleiben. Doch das Leben hatte ganz anderes mit mir vor.

Mir fiel das Buch „The Cashflow Quadrant“ von Robert Kiyosaki in die Hände. Nach der Lektüre dieses Buches wußte ich, ich werde eines Tages meinen tollen, gut bezahlten Job kündigen und mich im Quadranten B (Business) und I (Investor) befinden. I (Investor) war ich in der Bank schon. 2016 kam B (Business) dazu.  

Einige Tage nach meiner lebensverändernden Buchlektüre bekam ich ein herausragendes Jobangebot als Business Managerin einer unserer Bankvorstände. Lernen und Bildung betrachtete ich schon immer ein wichtiger Erfolgsfaktor in meinem Leben. Daher beschloss ich, diese Zeit zu investieren und verbrachte drei weitere spannende Jahre im Angestelltenverhältnis. Lehrjahre, um mir Maßgebliches über das Bankwesen, Konzernpolitik und Management anzueignen. Zusätzlich gewann ich durch die hervorragende Zusammenarbeit mit meinem Chef tiefe Einblicke in das Innerste der Bank.

Was ich sah, gefiel mir nicht immer. Auch die Konzernstrukturen empfand ich als immer einengender, ich wollte nicht mehr fremdbestimmt sein.

Female Investor Letter

Der persönliche Brief von Jana Misar

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In meiner Freizeit

hatte ich mich schon immer mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt, mit den Dingen, die einem in der Schule nicht mitgegeben werden. Dieses Interesse und der Wunsch nach einem sinnstiftenden Business formten die Idee der Lifedesign University. Einer digitalen Lernplattform, auf der man lernt, was jeder wissen sollte. Z. B. Wie baue ich Vermögen auf? Wie finde ich meine Lebensmission? Wie führe ich auch nach vielen Jahren eine glückliche Beziehung? Wie verbessere ich mein Zeitmanagement? Wie nehme ich ab, ohne zu hungern? Etc…

Dankbar für meine Lehrjahre bei der Bank und mit dem guten Gefühl, durch meine Investments und mein Verständnis der Kapitalmärkte auch weiterhin finanziell abgesichert zu sein, reichte ich 2016 die Kündigung ein und gründete die Lifedesign University.

Es ist ein Vergnügen zu sehen, wie die Lifedesign University zum Katalysator für so viele Menschen wurde, die Gestalter und Designer ihres eigenen Lebens sein wollen. Mit vollem Elan trieb ich die Entwicklung meines Traums voran, der meine Vorstellungen sogar noch übertraf.

Und doch hatte ich immer wieder das Gefühl, dass noch etwas in meinem Leben fehlte und ich noch nicht meine volle Essenz leben würde. Ich konnte dieses nagende Gefühl aber nicht genau benennen.

Die Erkenntnis kam mit einem Schlag. Anil Gupta, Speaker beim Live Kongress der Lifedesign University fragte mich, nachdem er von meiner Börsen-Passion gehört hatte, ob ich schon Mentoringprogramme anböte. Ich schaute ihn ungläubig an. Ich hatte meine Investmentstrategien bisher nur selbst angewendet und hatte nicht vor, Börsencoachings anzubieten.
Anil sagte daraufhin einen Satz, der alles veränderte:

THE LONGER YOU WAIT,
THE MORE PEOPLE SUFFER BECAUSE OF YOU

Anil Gupta

Ich spürte sofort, dass hier meine richtige Mission lag.

In meinem Leben hatte ich so oft erlebt, dass Frauen in Abhängigkeiten und schwierige Situationen gerieten, weil sie das Management ihrer Finanzen anderen überlassen hatten. Aufgrund meiner Geschichte, meines aufrichtigen Interesses an der Börse und der Freude am Investieren war es mir immer wichtig gewesen, mir ein finanzielles Polster aufzubauen und mein Kapital zu vermehren.

Ich wollte dieses Wissen weitergeben und Frauen ermächtigen, ihr Vermögen selbst zu kreieren. 

Im Januar 2019 hielt ich meinen ersten Vortrag zum Thema Female Investing. Das Feedback war überwältigend. Und, ich hatte das Gefühl, dass ich durch meine Wissensvermittlung und Aufklärung einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Bildung von Frauen leiste. Ich finde es total schön, Frauen auf einen Transformationsweg zu führen. Zu sehen, wie sie sich als Portfolio-Designerinnen entpuppen und mit einer Riesenportion an Selbstvertrauen, Stolz, fundiertem Know-how und Freude über ihre Investments entscheiden.